Inkassounternehmen

Bei inkassounternehmen ist zu unterscheiden zwischen den folgenden beiden Arten von Inkasso:

Inkassobüros (Forderungseinzug)

Inkassobüros ziehen offene Forderungen ein. Diese Art von Inkassounternehmen richten sich an "normale" Bürger, welche die Forderung nicht bestreiten, aber in einem finanziellen Engpass sind oder die Bezahlung "verschlampt" haben. Inkassobüros schreiben zunächst freundich, später druckvoller. Sie bieten Teilzahlungsmöglichkeiten an. Wenn alles nicht hilft, kündigen sie den Rechtsweg an und betreiben den Schuldner. Damit erzielen konventionelle Inkassobüros eine hohe Erfolgsquote. Dementsprechend sind die Kosten gering. Solche Inkasounternehmen können auch kleine Forderungssummen annehmen und eintreiben.

Direkt-Inkassounternehmen

Es liegt auf der Hand: Professionelle oder gar kriminielle Schuldner lassen sich von einem Schreiben, komme es von einem Inkassobüro oder einem Anwalt, nicht gross beeindrucken. Vermutlich wandert es direkt in den Abfalleimer. Diese Art Schuldner hat sich auf harmlose ode rechtliche Schritte vorbereitet (z.B. durch Vorschalten von Firmen, die Konkurs gehen, Verschieben von Vermögenswerten auf andere, abtauchen usw.). Hier sind Inkassounternehmen gefragt, die mit unkonventionellen Methoden arbeiten. Dazu gehört oftmals, dass man den Schuldner erst finden muss. Generell ist recherchieren auf diesem Gebiet wichtig. Schliesslich muss man einen Ansatzpunkt finden, an dem man auch solche Schuldner zu Zahlungen motivieren kann, beispielsweise durch eine Strafanzeige, durch Stören des kriminellen Geschäfts usw. Dazu gehören grosses Know-how und Fingerspiztengefühl, denn ein Direktinkasso-Unternehmen muss einerseits wikrsam sein und muss sich gleichzeitiig im legalen Rahmen bewegen.